Es geht nur miteinander

Unsere Welt verändert sich in einem rasanten Tempo. Ob es die durch die Klimaerwärmung sich komplett verändernden Witterungszustände, ob es durch die dramatisch zurückgehende Artenvielfalt, durch den unglaublichen Raubbau an Ressourcen, die auseinander driftenden gesellschaftlichen Schichten und deren Teilhabe an gesellschaftlichen Prozessen, ob es sich um die zunehmende Migration und den daraus sich verändernden Voraussetzungen für eine offene Gesellschaft und letztendlich um die Grundwerte, Garanten gesellschaftlichen Friedens, unserer Demokratie handelt, es sind zahlreiche Veränderungen, die uns Bürger in diesem 21. Jahrhundert herausfordern werden.

Die meisten Probleme lassen sich gar nicht mehr in einem Nationalstaat lösen, wir sind global aufgestellt und vernetzt, kommunizieren auch unter Zuhilfenahme der neuen Medien weltweit, tauschen uns aus und können gemeinsam die Problemlagen reflektieren.

Um sich zu orientieren, benötigen wir trotz aller medialen und globalen Welt ein soziales Miteinander, bei dem wir uns begegnen und von Angesicht zu Angesicht den Willen eines sozialen und ökologischen Miteinanders in uns und in unserem Gegenüber entwickeln.

Die Clément-Stiftung möchte Menschen dazu befähigen, aktiv an der Lösung von Problemen und Prozessen, deren Auswirkungen uns alle betreffen werden, mitarbeiten zu können. Das wird nur durch Bildung- und Teilhabechancen möglich sein. Wir sind fest davon überzeugt, dass nur durch das Geben und Nehmen ein MITEINANDER entsteht, das Voraussetzung für ein soziales und ökologisches Gleichgewicht in einer Gesellschaft ist.

30.11.2020, Andrea Clément

Aktuelles aus unseren Projekten

  • Abenteuer - wir erobern die Stadt! Projekt der Clément-Stiftung 2018 von Roland Siegwald mit der Grundstufe an der Charles Hallgarten Schule in Frankfurt, Fechenheim "Die Grundstufe der Charles Hallgarten Schule geht dieses Jahr auf eine erobernde und aneignende Entdeckungstour des städtischen Raums, ausgehend von der näheren und weiteren Nachbarschaft des Schulgeländes. Als Pirat*innen ziehen wir los, schauen uns um, hinterfragen und greifen zu, mit Pinsel und Stift überschreiben und gestalten wir das Umfeld nach unseren Vorstellungen, entspinnen daraus Geschichten und folgen diesen. Wir produzieren unseren eigenen Pirat*innen Comic mit künstlerischem Trick entsteht eine poetische Erzählung des Lebensraum Stadt. Unser Arbeitsort wird vorwiegend der Osthafen in Frankfurt sein. Wir eröffnen unser Klassenzimmer unter freiem Himmel beim Atelier Lola Montez. An einem Tag werden wir im Frankfurter Garten, ein Urban Gardening Projekt am Ostbahnhof arbeiten und an einer Führung zum Thema Bienen und Pflanzenvielfalt im städtischen Raum teilnehmen. Ein weiterer Arbeitsort ist der Ostpark. Das Projekt findet nahezu ausschließlich draußen statt. Am Dienstag, den 24. April wurde zur Präsentation unseres Comics in die Charles Hallgarten Schule eingeladen. Wir haben uns über viele Freunde des Trickabenteuers gefreut!“   Die Erfahrungen mit der Arbeitsweise und den Formen der Ergebnispräsentationen in dem Clément-Projekt der vergangenen Jahre sind auch bei unserer Neukonzeption eines zukünftigen kulturellen Angebots für unsere Mittelstufe (Nachfolge des KulturTagJahres) mit eingegangen. Schon die Abschlusspräsentationen des KulturTag Jahres in diesem Schuljahr wird viel mehr das Format haben, wie es Roland Siegwald in dem Clément-Projekt konzipiert hat. Dies ist zuletzt aber auch eine pädagogische Entscheidung von Künstlern und Lehrkräften für ein stärker kinderbezogenes Arbeiten und Präsentieren.  

  • Berufsfindung Hotellerie und Gastronomie Das Projekt hat in der Kochschule der Küchen Keie in Hofheim stattgefunden. Neben einem theoretischen Einblick in die verschiedenen Ausbildungsberufe, wie Restaurantfachmann-/frau, Hotelfachmann-/frau, Hotelkaufmann-/frau, Ausbildung zum Systemgastronom und des Kochs, wurde auch über die Berufsaussichten und Möglichkeiten einen Überblick geschaffen. Die Schülerinnen und Schüler konnten an 2 Vormittagen erste Erfahrungen als Koch/Köchin machen, und dabei handwerkliches Geschick, Kreativität und Teamfähigkeit unter Beweis stellen. Mit großer Begeisterung wurden Canapés (kleine Appetithappen als Vorspeise gereicht) mit selbstgemachtem Pesto, Spaghetti mit Tomatensauce und ein Apfelcrumblé zubereitet (natürlich alles selbstgemacht!). Für das gemeinsame Essen wurde der Tisch fachgerecht, wie in einem Restaurant eingedeckt, sowie auch dekoriert, und Servietten wurden in verschiedenen Formen gefaltet.  Ein Projekt das viele tolle Möglichkeiten und eine große Vielseitigkeit der Branche aufzeigt und um auch erste praktische Erfahrungen zu machen.

  • Hofheimer-Lernferiencamp 2018 zur Vorbereitung auf die Abschlussprüfungen in Englisch und Mathematik Von Montag bis Donnerstag haben sich in der diesjährigen Karwoche 36 Schüler und Schülerinnen nicht die Gelegenheit nehmen lassen, sich mit Lehramtsstudenten der Goethe Universität Frankfurt am Main auf ihre schriftlichen Realschul- und Hauptschulabschlussprüfungen Ende April vorzubereiten. Jeden Tag in den Ferien kamen die wissbegierigen Schüler und Schülerinnen und haben 90 Minuten Mathe und 90 Minuten Englisch intensiv in Kleingruppen gepaukt. Sie waren begeistert, denn das Lernen und Üben verlief zielgerichtet und hat ihnen Hinweise gegeben, wie sie sich selbst danach auf die Abschlussklausuren vorbereiten können. Morgens gab es ein kleines Frühstück mit frischem Obst und mittags ein gesundes nahrhaftes Mittagessen. Initiiert und finanziert haben die Bürgerstiftung Hofheim, die Gingko Foundation und die Clément-Stiftung dieses erste Hofheimer-Lernferiencamp 2018 an der Gesamtschule Am Rosenberg in Hofheim. Für die Koordination konnten wir Dr. Kenan Önen, der reichlich Erfahrung beim Aufbau des sehr erfolgreichen START-Stipendium Programms der gemeinnützigen Hertie-Stiftung und des Stipendiums Programms „Bildung-Kickt“ sammeln konnte, gewinnen. „Bürger Hofheims schaffen Chancen für Jugendliche“ das ist das Credo für dieses Lernferiencamp in Hofheim! Nachmittags haben „Bürger für Bürger“ Führungen in verschiedenen Ausbildungseinrichtungen in Hofheim möglich gemacht. Dabei waren die Tierklinik, die Main Taunus Kliniken, der Globus Baumarkt, die Parfümerie Schäfer und das Restaurant Beef‘n Beer neben dem Rathaus. Alle sind Ausbildungsbetriebe, die mit viel Elan und sehr gut vorbereitet den Schülern den Arbeitsalltag und die Ausbildungschancen nahegebracht haben. Alles in allem war es eine sehr erfahrungs- und lehrreiche Woche, die wir in den Herbstferien mit dem Schwerpunkt Fachmethodik (Lernen lernen) fortsetzen werden. Das Modelprojekt ist auf drei Jahre angelegt. Um noch mehr Schülern die Teilnahme am Camp zu ermöglichen, sind wir auf der Suche nach Kooperationspartnern. Auch Sie können helfen, Kindern Chancen und Perspektiven zu geben. Wir freuen uns, von Ihnen zu hören. Abschlusspräsentation mit Reflexion des Angebotes: Hofheimer Ferienlerncamp Ostern 2018 Auch die Hofheimer Bürgermeisterin Frau Gisela Stang hat die Schüler beim Lernen besucht (Bild 1). Auf dem Gruppenbild sehen sie u.a.: Pädagogische Leitung Frau Beate Peters, Stifterin der Gingko Foundation Frau Ingeborg Behrenwaldt und die Lehrer Simone Dausmann und Pascal Wolf. Das Nachmittagsprogramm war u.a. bei Herrn Dr. med. Thomas Müller. Folgend kommen einige Eindrücke des Nachmittagsprogramms:

  • Die Clément-Stiftung finanziert in der Jugendmusikschule Schelmengraben den Flöten Unterricht für einige Mädchen (Aus Familien die sich dies selbst nicht leisten können), um sie an das Spielen eines Instrumentes und somit die Möglichkeit Musik zu machen heranzuführen.   Beschreibung einer typischen Flötenstunde von der Leiterin: Erschöpft nach dem Schulunterricht kommen die Kinder bei mir im Blockflötenunterricht an. Wir haben die Randstunden gewählt, damit der Besuch gewährleistet ist. Müssten die Kinder von Zuhause aus aufbrechen, würden sie nur selten kommen. Um den Unterricht starten zu können lege ich, die Lehrerin Frau Günther, großen Wert auf die Ordnung und Struktur im Raum. Die Kinder bilden einen Halbkreis, alle Ranzen müssen auf eine Seite gestellt werden und die Jacken liegen auch an einer festgelegten Stelle im Raum. Erst dann werden die Flöten ausgepackt. Ich kontrolliere, ob Sie gut zusammengeschraubt wurden und beginne mit ein paar Koordinationsübungen. Die Kinder müssen meine Bewegungen spiegelverkehrt nachmachen, was nicht nur die Motorik und Koordination stärkt, sondern auch die Konzentration. Anschließend beginnen wir mit einfachen Tönen, die die Kinder nachspielen. In der Regel lasse ich dann paarweise spielen, um die Haltung zu korrigieren und den Tonansatz zu überprüfen. Der Rest der Gruppe muss leise zuhören und lernen zu warten. Danach bauen alle Kinder ihre Notenständer auf, wie ich es jedem Kind einzeln beigebracht habe. Aber dann geht es los mit dem Spielen nach dem Notenbuch. Das Erlernen der Noten gestaltet sich als nicht einfach. Die Kinder üben selten bis gar nicht, die Elternhäuser kümmern sich nicht recht darum. Ich spreche immer wieder mit den Kindern darüber, versuche Sie zu motivieren und bin in meiner Kreativität herausgefordert, Wege des Lernens für die Kinder zu finden. Aktuell übe ich mit den Schülern viel, indem ich Sie auch Noten malen und an einer Magnettafel legen lasse. Das Tempo des Lernens ist langsam, da auch die motorischen Fertigkeiten sehr variieren; aber ich liebe es zu sehen, wie sich die Kinder immer wieder darauf einlassen, es versuchen und sich auf ihre Art und nach ihrer individuellen Geschwindigkeit entwickeln. Am Ende der Stunde kommen alle Kinder zu mir an den Platz, ich sehe mir bei jedem nochmal ganz genau die Haltung an und trage die Aufgaben in Ihre Notenhefte ein.

  • In der Berufsfindungswerkstatt sollen Jugendliche der Rosenberg Gesamtschule eine Gefühl für Berufe bekommen, die zum Großteil handwerkliche Tätigkeiten beinhalten, ihnen häufig nicht bekannt sind, und in denen auch eine Ausbildung ohne Abitur umsetzbar ist. In dieser Stunde durften sie mit Metall arbeiten. Wir wurden wieder tatkräftig von ehrenamtlichen Helfern unterstützt. […]

  • Ich habe  (gar k)ein Hobby… (Arbeitstitel) Theater Workshop für Kinder und Jugendliche Was machst Du gerne? Tanzen? Geschichten erfinden? Schauspielen? Musik machen? Was kannst Du gut? […]

    2018/01/12Kultur

Unsere Schwerpunkte: BerufBildungIntegrationUmweltFriedenStipendienKunstMusikMINT

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Finanziert werden die Projekte der Clément-Stiftung überwiegend aus Erträgen, welche sie aus ihrer Beteilung als Miteigentümerin an der CSR Beratungsgesellschaft mbH vereinnahmt.

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Wir möchten Sie gerne auf folgendes Projekt hinweisen:

Hilfe zur Selbsthilfe wird Flüchtlingen in einer Schneiderei in Thessaloniki im Naomi Projekt ermöglicht. Kurz und viel zu einfach ausgedrückt: Es werden dringend benötigte Hosen für obdachlose Flüchtlinge genäht.

Sie finden umfangreiche Informationen zu dieser wichtigen Aufgabe auf dieser Website, die die 3 beteiligten Vereine, bzw. die Aufgabe näher beschreibt:

https://medical-volunteers.org/de/4000winterhosen/

Die Clément-Stiftung unterstützt das Projekt, machen Sie mit?


Die Spenden Seite des Projektes finden Sie direkt hier:
https://naomi-thessaloniki.net/spenden/


Hier finden Sie weitere Informationen und Filmbeiträge:

https://naomi-thessaloniki.net/projekte/werkstatt/