Es geht nur miteinander
Unsere Welt verändert sich in einem rasanten Tempo. Ob es die durch die Klimaerwärmung sich komplett verändernden Witterungszustände, ob es durch die dramatisch zurückgehende Artenvielfalt, durch den unglaublichen Raubbau an Ressourcen, die auseinander driftenden gesellschaftlichen Schichten und deren Teilhabe an gesellschaftlichen Prozessen, ob es sich um die zunehmende Migration und den daraus sich verändernden Voraussetzungen für eine offene Gesellschaft und letztendlich um die Grundwerte, Garanten gesellschaftlichen Friedens, unserer Demokratie handelt, es sind zahlreiche Veränderungen, die uns Bürger in diesem 21. Jahrhundert herausfordern werden.
Die meisten Probleme lassen sich gar nicht mehr in einem Nationalstaat lösen, wir sind global aufgestellt und vernetzt, kommunizieren auch unter Zuhilfenahme der neuen Medien weltweit, tauschen uns aus und können gemeinsam die Problemlagen reflektieren.
Um sich zu orientieren, benötigen wir trotz aller medialen und globalen Welt ein soziales Miteinander, bei dem wir uns begegnen und von Angesicht zu Angesicht den Willen eines sozialen und ökologischen Miteinanders in uns und in unserem Gegenüber entwickeln.
Die Clément-Stiftung möchte Menschen dazu befähigen, aktiv an der Lösung von Problemen und Prozessen, deren Auswirkungen uns alle betreffen werden, mitarbeiten zu können. Das wird nur durch Bildung- und Teilhabechancen möglich sein. Wir sind fest davon überzeugt, dass nur durch das Geben und Nehmen ein MITEINANDER entsteht, das Voraussetzung für ein soziales und ökologisches Gleichgewicht in einer Gesellschaft ist.
30.11.2020, Andrea Clément
Aktuelles aus unseren Projekten
Was ist eigentlich richtig und falsch und warum eigentlich? Ein Clément Projekt vom 23. Oktober 2019 bis 23. Januar 2020.
Gemeinsam Nachhaltiges tun vom 7.10.2019-11.10.2019 fand die Mehrgenerationen-Herbstfreizeit der Familie Marxheim und den Ecokids in Kooperation mit der Clément-Stiftung statt. Das bunte Programm begann mit einem Besuch auf dem Hof Erbenheim der Familie Schaabin Wiesbaden Erbenheim. Die Kinder konnten die Äpfel auf einem Fließband in die Kelternach verfolgen, hinten kam eine pappige Masse heraus, die als Viehfutter verwendet wird.Während der Planwagenfahrt wurden die verschiedenen Früchte der Felder erläutert. Im Gewächshaus konnten die Kinder dem Großvater Schaab beim Entnehmen der Samen aus den Tomaten zuschauen. Auf einem von verschiedenen Wildblumen bewachsenen Feld durften sie sich Kürbisse mitnehmen, die am darauffolgenden Tag geschnitzt wurden. Eine herrliche Kürbissuppe rundete den Tag dort ab. Sehr interessant war der Besuch im Waldgarten des Schutzbundes Deutscher Wald in Hofheim. Die Kinder wanderten tapfer durch den Regen von der Schule dorthin. Die Hälfte der Kinder durfte in der Waldschule basteln, sich aufwärmen und Spiele spielen, die andere Hälfte erfuhr durch Frau Conzelmann-Stingl, Imkerin und Vorsitzende der Ecokids, viel Wissenswertes über die Bienen. Dr. Neesemann vom Waldgarten stieg in den Teich und fütterte die Moderlieschen, lockte den Einzelgänger Nerz aus seinem Versteck, erzählte, dass er sich von den Eiern seiner Wachtelnachbarn ernährt und fütterte die Kamerunschafe, die die Kinder besonders genossen. Am Nachmittag nach leckerem Essen zwei engagierter Damen der Familie Marxheim gingen die Kinder in den Waldgarten und kamen mit Fundstücken, die sie zu phantasievollen Bildern verbastelten. Am dritten Tag besuchte die ganze Kinderschar die Deponie in Wicker und lernte viel über das richtige Müll trennen und brachte einige Fundstücke von dort mit. Diese konnten am Nachmittag zu fantasievollen Kunstwerken verarbeitet werden. Am Donnerstag wurde dieses Upcyclingprogramm der Ecokids durch das Umarbeiten von Milchtüten zu bunten Behältern ergänzt. Auch wurden aus alten Marmeladengläsern Schneekugelgläser gebastelt. Vor allem beim Kneten der Figuren, die dann gebrannt wurden, um sie auf die Deckel der Marmeladengläser zu kleben, waren die Kinder vertieft am Arbeiten. Auch Vogelfuttertassen mit einer Vogelfuttermsichung aus Kokosfett und verschiedenen Samen und Körnern gestalteten die Kinder voll Begeisterung mit! Parallel bauten ehrenamtlich arbeitende Senioren zwei Hochbeete zusammen. Eines wurde zum Dank dafür, dass die Räume der Friedrich-von-Bodelschwingh-Schule genutzt werden durften, dort im kleinen Hof aufgestellt und mit Pflanzen der Schlocker-Stiftung bepflanzt. Das andere wurde auf einer Wiese eines HWB-Geländes aufgestellt und bepflanzt. So kann an verschiedenen Stellen die Artenvielfalt für verschiedenen Insekten gewährleistet sein, gleichzeitig kann der Mensch auch Kräuter für die Küche ernten. Der letzte Tag war den Bienen gewidmet. Es gab einen Ausflug mit Frau Conzelmann-Stinglauf das Grundstück der Kleinen Bienenschule hinter dem Landratsamt, auf dem viele Bienenstöcke aufgestellt sind. Zurückgekehrt in die Schulwerkstatt wurden Bienenhotels aus alten Blechdosen und Schilfrohren und aus alten bemalten Bettlaken Wachstücher zum Abdecken von Speisen hergestellt. All die Produkte, die produziert und gewerkelt wurden in dieser vielfältigen weiten Herbstferienwoche, konnten die Kinder den Eltern präsentieren und mit nach Hause nehmen. Ein lustig bunter Abschluss wurde durch Kaffee und Kuchen mit den Familien der Kinder gestaltet. Auf die Frage „was ihnen denn am besten gefallen hätte, kam die Antwort „wir [...]
Mit Unterstützung der Bürgerstiftung Hofheim, der Gingko Foundation sowie der Clément Stiftung besuchten 25 Schülerinnen und Schülern der Gesamtschule am Rosenberg aus Hofheim die Berufsorientierungsveranstaltung bei Provadis in Frankfurt. Dabei haben die Jugendlichen Informationen zu den Ausbildungs- und Karrierewegen bei Provadis, sowie zu den notwendigen Kompetenzen der Zukunft erhalten. Beim Rundgang über den Provadis Campus wurde dabei ein Einblick in den Ablauf der Ausbildung in den Berufsfeldern Technik, Labor, Büro und Produktion gegeben sowie Wege der Durchlässigkeit hin zum Studium aufgezeigt.
Etwa 300 Schülerinnen und Schüler haben vom 17. – 19.06.19 an den jährlich stattfindenden Eli- Nachhaltigkeitstagen an der Elisabethenschule in Hofheim teilgenommen. Die Elisabethenschule ist seit fast 10 Jahren Partnerin der Clément-Stiftung. Die Stiftung setzt sich u.a. zum Ziel, Kinder und Jugendliche sowohl theoretische Inhalte als auch praktische Anwendungen für die Mitgestaltung ihrer Zukunft zu vermitteln. Die Kinder sollen dabei mit Umweltthemen und ökologischen sowie nachhaltigen Lebensweisen vertraut gemacht werden. Auch in diesem Jahr haben die unterschiedlichen Workshops der Nachhaltigkeitstage wieder großes Interesse bei den Schülerinnen und Schülern geweckt. Die Aktionstage wurden mit der bundesweiten Bildungsveranstaltung, die Multivision „REdUSE – Über unseren Umgang mit den Ressourcen der Erde“ eingeleitet. Im Fokus des Projekts „REdUSE“ stehen einerseits die nicht nachwachsenden Ressourcen wie Erze, Mineralien und Seltene Erden. Europas Industrie und seine moderne Informationsgesellschaft verbrauchen enorme Mengen an solchen nicht erneuerbaren Ressourcen und sind abhängig vom Abbau und der Belieferung von Ressourcen aus anderen Ländern. Die Frage, wie gerade hier nachhaltig und möglichst ohne Abhängigkeit gewirtschaftet werden kann, ist von zentraler Bedeutung. Gerade Jugendliche nutzen modernste Informationstechnik und tauschen rasch die „alten“ durch neue Geräte aus. Sie sind als Nutzer auf eine zukunftsfähige Rohstoffpolitik und bessere Recyclingmöglichkeiten angewiesen. Bei der Veranstaltung wurden Zusammenhänge vermittelt und das eigene Handeln für globale Entwicklungen bewusst gemacht: Nur durch eine schrittweise, aber konsequente Veränderung der Lebensweise, kann die Umwelt vor weiterem Schaden bewahrt und die natürlichen Lebensgrundlagen des Menschen dauerhaft vor Übernutzung geschützt werden. In dem interaktiven Teil, der sich an die Multivisionsschau anschloss, diskutierten die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit Moderatoren und Nachhaltigkeitsexperten über konkrete Alltagslösungen. Die Nachhaltigkeitstage setzten sich in Form weiterer Workshops fort. So wurde beispielsweise von Maria Gubisch und Desiderio Triolo, Referenten des Entwicklungspolitisches Netzwerk Hessen e.V. (EPN Hessen) ein Workshop zu Fairer Mode und Textilien gegeben, dabei lernten die Kinder alle Schritte von der Baumwollpflanze bis zum Kleidungsgeschäft kennen. Laut den Referentinnen waren die Kinder über die vielen Schritte und vor allem über die weiten Entfernungen zwischen den Verarbeitungsschritten überrascht – mehr als einmal um den Äquator, was offenbar umweltschädlich ist. Auch die Preisgestaltung wurde kritisch bewertet. Der niedrige Lohn der Näherin erschreckte und wurde als unangemessen und ungerecht empfunden. Mit neuem Wissen und Erfahrung ausgestattet haben die Schülerinnen in örtlichen Bekleidungsgeschäften nachgefragt und einige Passanten interviewt. Wenige wussten über die Umstände hinter dem Kleidungskauf Bescheid; manche interessierten sich kaum dafür, was die SchülerInnen ihnen darüber erzählen konnten. Dies zeigt den Schülern, dass es großer Aufklärung in der breiten Bevölkerung zu diesem Thema bedarf. „Die SchülerInnen werden ab jetzt bewusster mit ihrer Kleidung umgehen. Sie überlegten, weniger oder Höherwertigeres zu kaufen“, so die Referenten. Ein weiterer Workshop der EPN Hessen setzte sich mit dem Thema Faire IT auseinander. Hierbei wurde u.a. vermittelt, in welcher Verbindung unser Konsum mit Menschenrechtsverletzungen, Krieg und Naturzerstörung steht. Als besonders bewegend entwickelte sich eine fiktive Diskussion, in der ein Schüler die Rolle eines Menschenrechtlers übernahm und die Menschenrechte vehement gegen andere Schüler verteidigte, die die Rolle eines Großunternehmers einnahmen. Durch eine selbst hergestellte [...]
In den Herbstferien 2019 haben die drei Hofheimer Stiftungen, die Bürgerstiftung Hofheim, die Gingko Foundation und die Clément-Stiftung für die Abschlussklassen der Haupt- und Realschulen wieder ein Lerncamp mit Mittagessen organisiert. Das Herbstlerncamp findet zwischen dem 30. September und 02. Oktober statt. Die Schülerinnen und Schüler werden auf ihre Präsentationsprüfung im Dezember vorbereitet. Die Seminare werden von 4 Lehramtsstudenten durchgeführt. Dieses Mal haben wir die Lerneinheiten auf 3 Tage komprimiert. Wir haben 3 x Vormittagsunterricht von jeweils 2 x 90 Minuten Unterricht und 2 x Nachmittagsunterricht von je 1 x 90 Minuten. Am Dienstagnachmittag werden wir eine ausbildungsorientierte Exkursion zu Provadis unternehmen. Folgende Punkte sind für die TeilnehmerInnen vorgesehen: - Vortrag zu Provadis Ausbildung (bei Bedarf inkl. Hochschule) - Schnuppereignungstest - Ausgabe Informationsmaterial - Rundgang durch die Ausbildung Zudem wird im Oktober die Deutsche Bahn die Schule im regulären Unterricht besuchen und alle ihre Ausbildungsgänge vorstellen (Termin noch in der Abstimmungsphase). Wir haben diesen Teil auf Wunsch der Schule in den regulären Schulplan gelegt damit noch mehr Schüler davon profitieren können. Anzeigebild: Interview mit Bürgermeisterin Gisela Stang vom Herbstferiencamp 2018
Die Clément-Stiftung vergibt 5 Plätze an benachteiligte Jugendliche meist mit Migrationshintergrund für das „We do It – Digital Camp“ im Experiminta Museum/Frankfurt in der zweiten Herbstferienwoche. Dieses Projekt, das auch von dem Fachkräfte-Entwickler PROVADIS unterstützt wird, soll engagierte Jugendlichen für Themen wie Programmieren, Robotnik, Steuerungen etc. interessieren und begeistern. All diese Themen werden den Berufsalltag von morgen bestimmen, also warum sich nicht jetzt schon einmal damit beschäftigen? Wir wünschen den Jugendlichen viel Spaß und interessante Erkenntnisse dabei. Flyer HIER klicken Programm HIER klicken
Unsere Schwerpunkte: BerufBildungIntegrationUmweltFriedenStipendienKunstMusikMINT
Die Projekte der Umweltbildung ermöglichen Kindern und Jugendlichen unterschiedliche Erfahrungen in der Natur, dabei die komplexen Zusammenhänge zwischen unserem Verhalten, meist Konsumverhalten und den sich daraus ergebenden Auswirkungen auf die Natur sowohl vor Ort als auch in anderen Teilen der Welt zu erkennen und das persönliche Verhalten in Teilbereichen zu verändern.
Durch Projekte in der Schulwerkstatt, durch Firmenbesuche und Berufsvorstellungen wird den Jugendlichen die Arbeitswelt nähergebracht. Es wird Raum geschaffen, die eigenen Fähigkeiten jenseits des Schulalltags mit engagierter Unterstützung von ehrenamtlichen Senioren aus dem Ingenieurwesen kennenzulernen. In Ferien-Lerncamps werden Haupt- und Realschüler gezielt auf die Abschlussprüfungen vorbereitet.
Programmieren, Experimentieren, Forschen, mit diesen Projekten werden interessierte Kinder motiviert die Wirksamkeit oder Funktionsweise von ihnen vertrauten Dingen, wie z.B. von Zahncreme oder Batterien zu untersuchen, die Zusammenhänge kennenzulernen und dadurch für eine sich rasch verändernde Berufs- und Arbeitswelt, in der wir alle immer Neues lernen, gerüstet zu sein.
Sehen Sie selbst, welche verschiedenen Projekte wir für dieses Jahr geplant haben!
Malen, Musizieren, Theater spielen, in Rollen schlüpfen, dem Alltag entfliehen, sich Lebenswelten schaffen, bei sich sein, im Team eines Orchesters einen Platz einnehmen, auf den eigenen Einsatz warten, den anderen im Rampenlicht stehen lassen, mal unkonventionelle noch nicht gedachte Dinge ausprobieren, all das und noch viel mehr sind Gründe, kulturelles Engagement zu fördern.
Kennen Sie kulturelle Erlebnisreisen, die nur im Kopf stattfinden?
Gleiche Bildungschancen sind in einer offenen Gesellschaft und in einer Zeit, in der große Veränderungen in vielen Lebensbereichen vor uns stehen, unabdingbar. Junge Menschen sollten die Gelegenheit haben, ihre Fähigkeiten und Talente für ihren eigenen Lebensweg aber auch zum Nutzen der Gesellschaft und ohne Einschränkung durch die finanziellen und soziokulturellen Gegebenheiten ihrer Familie entwickeln können.
Helfen Sie uns, damit junge Menschen ihre Fähigkeiten entwickeln können!
Teilhabe und Mitwirken in einer Gesellschaft funktioniert nur, wenn man sich gegenseitig kennenlernt, versteht und aufeinander zugeht.
Kulturelle Vielfalt auf Augenhöhe und die Akzeptanz gemeinsamer Werte sind die Voraussetzung für ein friedliches Miteinander.
mit|ein|an|der
Finanziert werden die Projekte der Clément-Stiftung überwiegend aus Erträgen, welche sie aus ihrer Beteilung als Miteigentümerin an der CSR Beratungsgesellschaft mbH vereinnahmt.
Wenn auch Sie die Clément-Stiftung finanziell unterstützen möchten, klicken Sie gerne hier.
Wir möchten Sie gerne auf folgendes Projekt hinweisen:
Hilfe zur Selbsthilfe wird Flüchtlingen in einer Schneiderei in Thessaloniki im Naomi Projekt ermöglicht. Kurz und viel zu einfach ausgedrückt: Es werden dringend benötigte Hosen für obdachlose Flüchtlinge genäht.
Sie finden umfangreiche Informationen zu dieser wichtigen Aufgabe auf dieser Website, die die 3 beteiligten Vereine, bzw. die Aufgabe näher beschreibt:
https://medical-volunteers.org/de/4000winterhosen/
Die Clément-Stiftung unterstützt das Projekt, machen Sie mit?
Die Spenden Seite des Projektes finden Sie direkt hier:
https://naomi-thessaloniki.net/spenden/
Hier finden Sie weitere Informationen und Filmbeiträge: